Neue Logistikhalle für die Straubinger Konserven- und Sauerkrautfabrik A.Buchner
22.05.2010
Kontinuität und Sicherheit als Leitmotiv
Ein Traditionsunternehmen rüstet sich für die Zukunft: Die Straubinger Konserven- und Sauerkrautfabrik A. Buchner errichtet an ihrem Firmensitz in Straubing-Sand eine neue Logistikhalle. Auf 1800 Quadratmeter kann dort in wenigen Monaten die fertige Ware bis zum Weitertransport gelagert werden. Im kleinen Kreis wurde am Freitag Richtfest gefeiert. Seniorchef Alfons Buchner verdeutlichte dabei, dass er während seiner knapp 50-jährigen Firmenleitung stets auf Kontinuität und Sicherheit als Basis für gesundes Wachstum gebaut habe.

Die Unternehmerfamilie Buchner - bestehend aus Juniorchefin Simone Buchner (4.v.l.) und ihren Eltern Alfons und Martha Buchner (5. und 6.v.l.) - feierte beim Richtfest zur neuen Logistikhalle die lange Tradition der Straubinger Konserven- und Sauerkrautfabrik in Straubing-Sand. Dazu gratulierten (v.l.): Landrat Alfred Reisinger, OB Markus Pannermayr, Aiterhofens Bürgermeister Manfred Krä, Günter Stephan, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Aiterhofen, und ZVI-Geschäftsführer Andreas Löffert.
Rund 800000 Euro investiert die Familie Buchner in die neue Halle, die bis Juli fertig sein soll. „Dann
stehen uns insgesamt 15000 Quadratmeter Hallenfläche zur Verfügung“, schilderte Juniorchefin Simone
Buchner in ihrer kurzen Ansprache und erklärte: „Wir brauchen die zusätzliche Lagerkapazität dringend, da wir in den vergangenen Jahren immer wieder Fremdlager anmieten mussten.“ Auf Dauer sei das schlichtweg unwirtschaftlich. Also entschied man sich, die Ärmel hochzukrempeln und einen Neubau durch die Firma Aigner und Wurm erstellen zu lassen. Dieser richtungsweisende Entschluss fiel mitten in der Wirtschaftskrise – in Zeiten der Stagnation agierte die Familie Buchner antizyklisch und traf damit eine mutige Entscheidung. Bewusst wurden die Aufträge an Handwerksbetriebe aus der Region vergeben, um auch deren Geschäft etwas anzukurbeln.
Betrieb jetzt auf Stadt- und Landkreisgebiet
Der Dank von Simone Buchner galt nicht zuletzt dem Zweckverband Industriegebiet mit Donauhafen
Straubing-Sand (ZVI) und dessen Geschäftsführer Andreas Löffert, da im Vorfeld ein Grundstückstausch abgewickelt werden musste. Der Clou: Während das Betriebsgrundstück zur Stadt Straubing gehört, entsteht der Neubau nur ein paar Meter weiter auf Landkreisgebiet. Für Seniorchef Alfons Buchner ist die Grenzüberschreitung eine positive Sache, denn die Grundlage seines Unternehmens bildeten ohnehin die landwirtschaftlichen Gemüseanbauflächen des Landkreises. Der Unternehmer skizzierte die Geschichte der Konservenfabrik, deren Wurzeln bis zum Ende der 1940er Jahre zurückreichen. 1962 kaufte Alfons Buchner die „Straubinger Gurkeneinlegerei und Krautfabrik A. Gebauer“ und taufte sie in „Straubinger Konserven- und Sauerkrautfabrik A. Buchner“ um. 1971 verlegte er den Firmensitz nach Straubing-Sand und entwickelte den Betrieb kontinuierlich weiter. In der Fabrik wird frisches Gemüse zu feinsauren Konserven verarbeitet, der Schwerpunkt liegt bei Sauerkraut und Gurken. Die durchschnittliche Verarbeitungsmenge
betrage pro Jahr circa 180000 Doppelzentner Frischgemüse, das wiederum 350 Hektar landwirtschaftliche Intensivanbaufläche beanspruche. „Das sind über 1000 Tagwerk“, sagte Buchner nicht ohne Stolz.

Die 1 800 Quadratmeter große Halle soll bis Juli fertig sein und zusätzliche Lagerkapazität für die fertige Ware bieten.
50 Beschäftigte in zwei Schichten
Von etwa Juni bis Februar sind rund 50 Beschäftigte im Zweischichtbetrieb für die Konservenfabrik tätig. Ganzjährig hat das Unternehmen rund 15 Mitarbeiter. „Wir haben unseren Vertragsanbau ausschließlich in Niederbayern, damit bleibt die Wertschöpfung in der Region“, betonte Buchner. Landrat Alfred Reisinger, Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Aiterhofens Bürgermeister Manfred Krä zeigten sich von der
unternehmerischen Leistung der Familie Buchner beeindruckt und bedankten sich für das wirtschaftliche
Engagement. „Mittelständische Betriebe sind unser sicherstes Fundament“, stimmten sie überein. Hätten alle Unternehmer so umsichtig gehandelt und auf Nachhaltigkeit und gesundes Wachstum gesetzt, wäre der Volkswirtschaft so manches Problem erspart geblieben.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 22.05.2010






