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Green Chemistry Belt – Wir haben die Rohstoffe.

 
Das Konzept des Green Chemistry Belt®: Lokale Biomassegewinnung in den fruchtbaren Donauschwemmländern,  regionale Konversion und Verschiffung entlang der Donau flussaufwärts für biobasierte Plattform-  bzw. Spezialchemikalien der Grünen Chemie.

Straubing schlägt Brücken zwischen biobasierter und  konventioneller Chemie
Aus Pflanzen (Nachwachsende Rohstoffe und Reststoffe der Land- und Forstwirtschaft, sowie der Lebensmittelproduktion) können biogene Rohstoffe für die Industrie erzeugt werden. Das Projekt Green Chemistry Belt verfolgt das Ziel, entlang der Donau eine stufenweise Bioraffinerie zu entwickeln in der biogene Rohstoffe dezentral geerntet, regional charakterisiert und zentral veredelt werden.

Mehr und mehr greift die Industrie auf die energetischen und stofflichen Eigenschaften von Nachwachsenden Rohstoffen sowie deren Reststoffen aus beispielsweise Land- und Forstwirtschaft sowie Lebensmittelproduktion zurück. Damit verbunden ist eine steigende Nachfrage nach diesen Stoffen, die neben den stofflichen, auch den Ansprüchen wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit genügen müssen. Das Konzept Green Chemistry Belt®  verbindet das Angebot an biogenen Rohstoffen aus den Donauländern mit der Nachfrage der (grünen) chemischen Industrie flussaufwärts und im Rheingebiet und wird damit zum Beispiel einer regionalen Bioökonomiestrategie und zum Brückenschlag zwischen biogener- und petrobasierter Chemie.
 Andreas Löffert und Dr. Brotsack präsentieren Dr. Günter Wich (Leiter Biotechnologie, Wacker Chemie AG); MdL Josef Zellmeier und Dr. Andre Koltermann (European Vice President, Süd Chemie AG) das Konzept auf dem Life Science Kongress in Garching im März 2011.
Andreas Löffert (GF BCG) präsentiert Dr. Günter Wich (Leiter Biotechnologie, Wacker Chemie AG); MdL Josef Zellmeier und Dr. Andre Koltermann (European Vice President, Süd Chemie AG) das Konzept auf dem Forum Life Science Kongress in Garching im März 2011.

Ein "ausgezeichnetes" Konzept
Im Jahr 2012 wurde der Green Chemistry Belt® auf Bundesebene gewürdigt: Das Konzept war Preisträger im durch die Bundesregierung und den Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) initiierten Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ und wurde als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“  ausgezeichnet.

Die Industrie braucht biogene Rohstoffe
Straubing ist die Region der Nachwachsenden Rohstoffe. Im Gäuboden, einem der fruchtbarsten Agrargebiete Deutschlands, wird agrarische Biomasse effizient angebaut und bereitgestellt. Gleiches gilt für die Holzbiomassen aus dem nahen Bayerischen Wald. Über den Donauhafen Straubing-Sand werden Millionen Tonnen Biomasse aus den agrarisch geprägten Donauanrainerstaaten zur Charakterisierung und Veredelung nach Straubing verschifft. Der Donauhafen Straubing-Sand ist daher bereits heute ein bedeutender Knotenpunkt für Biomasselogistik. Die Industrie, die ihren Rohstoffbedarf sichern muss, erkennt dieses Potential entlang des Green Chemistry Belt® . Nach der Ansiedlung von Bayerns größter Ölmühle durch die ADM Spyck GmbH, die am Tag mehrere Tonnen Rapssaat verwertet, zeigt dies auch die Demonstrationsanlage der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH. Im sogenannten sunliquid® Verfahren wird in Straubing-Sand seit 2012 Zelluloseethanol aus lignozellulosehaltigen Agrarrestsoffen produziert und dessen Einsatz für Treibstoffe und in der chemischen Industrie erforscht. In der näheren Umgebung befinden sich direkt an der Donau mit Kelheim Fibres GmbH, UPM Plattling, Südstärke GmbH und Südzucker GmbH weitere Industrieunternehmen, die auf biogene Rohstoffe als Produktionsbasis angewiesen sind.

Aktivitäten zur Umsetzung des Green Chemistry Belt®
Die BioCampus Straubing GmbH treibt gemeinsam mit ihren Partnern und politischem Rückenwind auf kommunaler, regionaler und bayerischer Ebene die Entwicklung und Umsetzung des Green Chemistry Belt® voran. Hauptaugenmerk liegt dabei neben Industrieansiedlungen auf dem Auf- und Ausbau paneuropäischer Netzwerke entlang der Donau sowie der relevanten Wertschöpfungsketten. Die gezielte Teilnahme an Forschungs- und Förderungsprojekten auf Bundes- und EU-Ebene stellt dafür das zentrale Instrument dar. Aktuell beteiligt sich die BioCampus Straubing GmbH mit namhaften Institutionen wie der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe FNR oder der Universität Wageningen in Holland an dem FP7-Projekt „BERST – Bioeconomy Regional Strategy Toolkit“. In diesem Kontext richtete die BioCampus Straubing GmbH im März 2014 die Bioregions Conference mit über 100 internationalen Gästen in Straubing Sand aus.

 

Seit  vier Jahren ist die BioCampus Straubing GmbH gemeinsam mit der Bayern Innovativ GmbH, dem Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe Straubing und der IBB Netzwerk GmbH Mitorganisator des „Kooperationsforums Biopolymere“. Dort trifft sich die internationale Biotech- und Biochemie-Branche zum Informations- und Wissensaustausch sowie Projektanbahnung. Das Green Chemistry Belt® Konzept wird auch hier aktiv und sichtbar im Bereich Rohstoffsicherung für die Industrie kommuniziert.

In Kooperation mit dem Netzwerk für industrielle Biotechnologie (BioM WB) und dem Chemie-Cluster Bayern führte das Cluster Nachwachsende Rohstoffe einen gemeinsamen parlamentarischen Abend für die CSU-Fraktion in München im Kontext "Biologisierung der Industrie" durch.

 parlamentarischer Abend für die CSU-Fraktion in München im Kontext "Biologisierung der Industrie"

Die BioCampus Straubing GmbH ist an weiteren Projektentwicklungen im Donauraum beteiligt und daher sehr interessiert an Partnerschaften in relevanten Projektkonsortien. Bitte wenden Sie sich dazu bei Interesse an info@biocampus-straubing.de

 

Donnerstag, 17.01.2019
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